centre espoir

Die NGO l’Espoir wurde am 11. November 1998 in Adjouffou gegründet.

Das Centre Espoir Un, das Ambulatorium, wurde am 1. Februar 1999 eingeweiht. Es bestand aus drei umgearbeiteten Containern, zwei waren Zimmer mit je vier Betten und der dritte diente als Konsultationsraum und Sozialbüro; zusätzlich gab es zwei Toiletten / Duschen und ein Apatam, das heisst einen überdachten Platz.

Fünf Personen kümmerten sich um dieses Centre: Ein Arzt, eine Krankenschwester, eine Putzfrau, ein Wächter und Lotti Latrous selber. Mit nur kleinen Mitteln, aber viel Herz und Empathie wurden Allgemeinkonsultationen für die Slumbewohner gemacht.

Mehr zum Centre l’Espoir Un lesen Sie hier.

Schnell wurde festgestellt, dass zu viele Menschen in das Ambulatorium kamen um zu sterben. Die anderen betroffenen Menschen hatten Angst und Bedenken, in ein Ambulatorium zu kommen, wo täglich mehrere Male der Leichenwagen gerufen werden musste. Ein Hospiz wurde gebaut, um den sterbenden Menschen einen Ort zu geben, wo sie in Ruhe und Frieden ihre letzte Reise antreten konnten.

So wurde im Jahr 2002 das Centre Espoir D’Eux gebaut (dazu ein Wortspiel: "deux" heisst auf Französisch zwei, "d'Eux", für sie, für die an Aids Erkrankten). Es gab 30 Betten, die rund um die Uhr belegt waren. Zu dieser Zeit gab es noch keine gute Aidstherapie, die erhältliche Bi-Therapie führte zu einem schnellen Tod.

Mehr zum Centre l’Espoir D’Eux lesen Sie hier.

Hunderte von Mütter starben, und viele liessen uns ihre infizierten Kinder zurück, was uns bewegte, im Jahr 2007 ein Waisenhaus zu eröffnen, mehr davon lesen Sie hier.

Jetzt, nach mehr als 15 Jahren, sind wir gut eingearbeitet und machen unsere Arbeit in einem konsequenten Rhythmus. Wir haben mehr als 75 einheimische Angestellte, die ihre Arbeit kennen und bei uns gute Arbeitsverhältnisse haben. 30 Prozent davon sind ehemalige Patienten von uns, die Aids haben, teils selber im Hospiz lagen und denen es nun gut geht und die arbeiten können und nicht mehr auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Im Jahr 2005 wurde  die Stiftung Lotti Latrous in Zürich gegründet.